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Dienstag, 2. Juni 2020
Berliner Weltkulturerbesiedlungen - online
Eine hervorragend programmierte und gestaltete, äußerst informationsreiche Website zu den Welterbesiedlungen und dem Wohnungsbau der Weimarer Republik in Berlin ist online gegangen.
Neben vielen Fotos, Fakten und Geschichten über die denkmalgeschützten Gebäude und Ensembles greift die Website einzelne historische Themen auf, stellt aktuelle Bezüge her und kombiniert diese mit Aufgaben, die den eigenen Blick schärfen und sich somit auch gut für den Einsatz in der Jugend- und Erwachsenenbildung eignen. Dazu präsentieren die Autoren zahlreiche Hintergrundinfos aus den künstlerisch, gestalterisch, sozial und politisch bewegten 1920er-Jahren. Komplettiert wird das Ganze durch eine Einführung in die Berliner Stadtgeschichte, die ebenfalls bewegten Biografien der wichtigsten Planer und Bewohner sowie ein umfangreiches Glossar.
https://welterbe-siedlungen-berlin.de/
Mittwoch, 18. April 2018
Berlinführer in neuen Auflagen
Die Wegweiser von Michael Bienert und Elke Linda Buchholz durch das Berlin der Kaiserzeit (4. Auflage) und das Berlin der Zwanziger Jahre (8. Auflage) sind echte Longseller, was sicher auch daran liegt, dass sie von Auflage zu Auflage gründlich durchgesehen, aktualisiert und verbessert werden. Inzwischen sind auch etliche Farbfotos hinzugekommen, die in den ersten Auflagen fehlten. Jetzt sind die neuesten Nachauflagen aus der Druckerei eingetroffen. Modernes Berlin der Kaiserzeit und Die Zwanziger Jahre in Berlin erscheinen weiterhin im Berlin Story Verlag, sind über den gesamten Buchhandel zu beziehen und kosten unverändert (!) 19,95 pro Exemplar.
Donnerstag, 13. Oktober 2016
Gropius to Go
Mit ein paar Tagen Verspätung ist sie nun einsatzbereit: Die App des Landesdenkmalamtes, mit denen man Berlin auf den Spuren des Bauhausgründers Walter Gropius erkunden kann. Gropius hat Villen, Wohnzeilen, Kupferhäuser, ein Grabmal auf dem Jüdischen Friedhof und das Bauhaus-Archiv entworfen, die Gropiusstadt trägt seinen Namen, darüber hinaus hinterließ Gropius eine Vielzahl unrealisierter Berliner Projekte wie ein "Totaltheater" für den Regisseur Erwin Piscator. Zu all diesen Themen bietet die App kompakte Informationen, Karten und Empfehlungen für Spaziergänge.
Im Auftrag der Gewobag hat Michael Bienert dem Landesdenkmalamt mit einer Recherche zum Anteil von Gropius an der Reichsforschungssiedlung Haselhorst zugearbeitet. Auf dieser Grundlage ist jetzt auch der Eintrag in die Denkmaldatenbank überarbeitet und mit aktuellen Fotos vom Zustand der denkmalgerecht sanierten Siedlung versehen worden.
Weitere Infos über Führungen durch die Reichsforschungssiedlung und das Buch von Michael Bienert über Haselhorst
Im Auftrag der Gewobag hat Michael Bienert dem Landesdenkmalamt mit einer Recherche zum Anteil von Gropius an der Reichsforschungssiedlung Haselhorst zugearbeitet. Auf dieser Grundlage ist jetzt auch der Eintrag in die Denkmaldatenbank überarbeitet und mit aktuellen Fotos vom Zustand der denkmalgerecht sanierten Siedlung versehen worden.
Weitere Infos über Führungen durch die Reichsforschungssiedlung und das Buch von Michael Bienert über Haselhorst
Samstag, 27. Februar 2016
Die Wohnungsfrage und die Gründung von Groß-Berlin im Jahr 1920. Eine Tagung der Henselmann-Stiftung
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| Eine Antwort auf Mietskasernenelend und Wohnungsnot: Bruno Tauts Wohnstadt "Carl Legien" gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe |
Vor dem Ersten Weltkrieg entschieden die Standortwahl der Industrie, die Bodenspekulation und die Rivalitäten zwischen den Einzelgemeinden im Großraum Berlin darüber, wo Mietskasernen für Arme oder Villenviertel als Steueroasen für Wohlhabende entstanden. Nach Schaffung der Einheitsgemeinde war es möglich, planvoll sozialen Wohnungsbau auf Flächen zu betreiben, die der Kommune außerhalb des S-Bahn-Rings zur Verfügung standen.
Vom "goldenen Zeitalter der Wohnungsbaupolitik" sprach die Linken-Politikerin Katrin Lompscher heute auf dem 12. Hermann-Henselmann-Colloquium im ehemaligen Preußischen Landtag, wo 1920 das Groß-Berlin-Gesetz verabschiedet wurde. Zwar sind es bis zum 100. Jubiläum noch ein paar Jahre, doch schon jetzt findet es die Hermann-Henselmann-Stiftung an der Zeit, dieses historische Ereignis auf seine Voraussetzungen und Folgen zu befragen. Sie plant weitere Symposion bis zum Jahr 2020, die sich der "Verkehrsfrage" (2017), der "Grünfrage" (2018) und der "Planungskultur" (2019) widmen sollen, um dann in eine Abschlusskonferenz zu "Perspektiven für die Hauptstadtregion" (2020) zu münden. An eine "neue Epoche der Stadtentwicklung" glaubt Mitorganisator Thomas Flierl. Zum Auftakt der Tagungsserie stand die plötzlich wieder brennend aktuell gewordene "Wohnungsfrage" auf dem Programm. Angesichts einer unerwartet stark wachsenden Bevölkerung sieht sich der Berliner Senat heute vor ähnlichen Herausforderungen wie der Magistrat in der Zeit zwischen den Weltkriegen.
Was damals aus der (Wohnungs-)Not geboren wurde, ist durchaus ermutigend, hat Schule gemacht und gehört heute - wie die Hufeisensiedlung in Britz, die Weiße Stadt oder die Ringsiedlung - zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Chance, an diese Tradition anzuknüpfen, ist gegeben, trotz der Drucks, bis 2030 etwa 300.000 Wohnungen neu zu bauen, die sich die Berliner auch leisten können. Nach dem Ersten Weltkrieg war der Druck erheblich höher, etwa 300.000 Berliner hausten damals in Lauben und anderen Notquartieren. "Wir haben heute einen Engpass, aber keine Wohnungsnot wie vor 100 Jahren", sagte Maren Kern vom mächtigen Verband der Berlin-Brandenburgischen Wohnungsunternehmen auf der Konferenz. Sie glaubt die kommunalen und genossenschaftlichen Wohnungsunternehmen gut aufgestellt, sieht Probleme eher in bürokratischen Hindernissen, in überzogenen gesetzlichen Auflagen, bei der Versorgung mit preiswertem Bauland und in der Akzeptanz: "Die Zustimmung zum Neubau in der Bevölkerung muss wachsen."
Mittwoch, 26. August 2015
Ein neuer Führer durch die Hufeisensiedlung
Eine kompetenteren Autor für einen Kurzführer über die weltberühmte Hufeisensiedlung von Bruno Taut gibt es kaum: Ben Buschfeld lebt dort seit Jahren, mit seiner Frau Katrin Lesser hat er ein Haus im Stil der Bauzeit innen komplett restauriert und eingerichtet, er hat bereits die Ausstellung zur Siedlung in der Infostation und den Webauftritt gestaltet. Da Buschfeld überdies auch noch im Hauptberuf als professioneller Designer und Buchgestalter arbeitet, besticht das nun bei Nicolai erschienene handliche Buch zum Thema durch Eleganz und Übersichtlichkeit. Eine schöne Orientierungshilfe sind die Luftbildaufnahmen, in denen die einzelnen Bauabschnitte farbig markiert sind. Darüber hinaus präsentiert der Band seltene historische Aufnahmen und stellt die bedeutenden Planer und einige Bewohner im Porträt vor - einschließlich des SS-Mannes Adolf Eichmann, der in der benachbarten Krugpfuhlsiedlung wohnte. Abgerundet wird die Darstellung durch kurze Kapitel zu den anderen UNESCO-Welterbesiedlungen in Berlin und Hinweise auf weitere Bauten des Architekten Bruno Taut.Ben Buschfeld
Bruno Tauts Hufeisensiedlung
UNESCO-Welterbe-Siedlung der Berliner Moderne
Deutsch | Englisch
144 Seiten
13 x 21 cm
150 Abbildungen, 10 Pläne
Klappenbroschur
Nicolai Verlag, Berlin 2015
ISBN 978-3-89479-923-6
16,95 EUR
Dienstag, 24. Juni 2014
Neues Weltkulturerbe in Rotterdam: die Van Nelle Fabriek
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| Foto: Rotterdam Partners |
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| Foto: Rotterdam Partners |
Weitere Informationen: http://vannellefabriek.com/
Mittwoch, 23. April 2014
Umkämpfte Idylle - Führungen durch die Hufeisensiedlung
Henning Holsten führt durch Alltag und Politik in der Hufeisensiedlung - von der sozialdemokratischen Modellsiedlung zur nationalsozialistischen Kleinbürgeridylle und zurück. Die Hufeisensiedlung Britz hat in den ersten Jahrzehnten ihres Bestehens mehrere politische Systembrüche erlebt. Die Teilnehmer blicken hinter die eindrucksvollen Fassaden des Weltkulturerbes und lernen Anarchisten und Spießer, Widerstandskämpfer und Massenmörder von ihrer privaten Seite kennen.
Nächste Termine:
Sonntag, 27. April 2014, 14 Uhr Sonntag, 22. Juni 2014, 14 Uhr
Treffpunkt: U-Bahnhof Parchimer Allee, Nordausgang
Dauer: 2 Stunden Teilnahme 5,- Euro / ermäßigt 3,50 Euro
Anmeldung unter 030 627 277 716
Eine Veranstaltung des Museums Neukölln
Nächste Termine:
Sonntag, 27. April 2014, 14 Uhr Sonntag, 22. Juni 2014, 14 Uhr
Treffpunkt: U-Bahnhof Parchimer Allee, Nordausgang
Dauer: 2 Stunden Teilnahme 5,- Euro / ermäßigt 3,50 Euro
Anmeldung unter 030 627 277 716
Eine Veranstaltung des Museums Neukölln
Mittwoch, 9. April 2014
Erinnerung an Carl Legien kehrt zurück
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| Erich-Weinert-Straße, Ecke Gubitzstraße Foto: Michael Bienert, April 2014 |
Als wir in der vergangenen Woche an der Straßenecke fotografierten, war uns die Veränderungen gar nicht aufgefallen, so vertraut ist uns das historischeErscheinungsbild aus unserem Buch Die Zwanziger Jahre in Berlin (Abbildung unten).
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| Postkarte aus der Zentral- und Landesbibliothek Berlin, um 1930, abgebildet in Bienert/Buchholz, Die Zwanziger Jahre in Berlin |
Freitag, 25. Oktober 2013
"Tautes Heim" erhält Denkmalpreis 2013
Das denkmalgerecht wiederhergestellte "Taute Heim" in der Hufeisensiedlung Britz wird am 14. November mit dem Berliner Denkmalpreis 2013 ausgezeichnet. Wir gratulieren! Elke Linda hat dort probegewohnt und im TAGESSPIEGEL darüber berichtet. Zum Artikel bitte unten auf "Weitere Informationen" klicken.
Freitag, 27. September 2013
Triennale der Moderne eröffnet heute
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| Wohnblock in Haselhorst, um 1932 |
Freitag, 6. September 2013
Baudenkmal Bundesschule Bernau
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| Moderne Architektur, eingebettet in die märkische Landschaft: die ADGB-Bundesschule auf dem Cover der Neuerscheinung |
Günter Thoms / Peter Steininger: Die ADGB-Bundesschule Bernau in Berlin. 48 Seiten, E. A. Seemann Verlag 2013, 9.95 €
Inhalt und Leseprobe
Dienstag, 25. Juni 2013
Neue Publikation über den Jüdischen Friedhof in Weissensee
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| Die Grabstätte Mendel von Walter Gropius |
Der jüdische Friedhof in Weissensee mit über 115.000 Grabstätten ist flächenmäßig der größte in Europa. In den Zwanziger Jahren waren mit der Verwaltung und Pflege des Geländes rund 250 Personen beschäftigt. Pompöse Mausoleen, historistische Tempelchen und die Trauerhalle aus der Kaiserzeit bestimmen das architektonische Erscheinungsbild der Friedhofsanlage, dazwischen finden sich Grabstellen, die deutlich vom Zeitgeschmack der Zwanziger Jahre beeinflusst sind. 1927 wurde das Ehrenmal für 12.000 im Ersten Weltkrieg gefallene jüdische Soldaten eingeweiht. Aus den Werkstätten des Weimarer Bauhauses stammt das von Walter Gropius entworfenen Grabmal für den 1922 verstorbenen Kaufmann Albert Mendel: Ein prismenförmiger steinerner Sarkophag, der mit dem Rahmen und Dach der Rückwand eine spannungsvolle Raumkomposition bildet.
Das Landesdenkmalamt Berlin und das Institut für Architektur, Fachgebiet Bau- und Stadtbaugeschichte der TU Berlin haben dieser Tage eine neue Publikation über den Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee vorgelegt. Anlass ist die Dokumentation von über 100.000 Grabstellen durch das Institut für Architektur, Fachgebiet Bau- und Stadtbaugeschichte der TU Berlin. Die Publikation über den aktuellen Forschungsstand kann kostenfrei heruntergeladen werden. Zum Download
Textauszug aus: Michael Bienert/Elke Linda Buchholz, Die Zwanziger Jahre in Berlin, 5. Auflage 2013.
Freitag, 14. Juni 2013
Triennale der Moderne
2019 jährt sich der 100. Geburtstag des Bauhauses. Auf dieses Ereignis hin ist die Triennale der Moderne in den Bauhausstädten Weimar, Dessau und Berlin hin konzipiert, die in diesem Jahr erstmals stattfindet - mit zahlreichen Veranstaltungen zur modernen Architektur der Weimarer Republik in allen drei Städten. Das umfangreiche Programm wurde heute offiziell vorgestellt, wir beteiligen uns am 28. September 2013 mit einem Spaziergang durch die Reichsforschungssiedlung Haselhorst (Foto).
Dienstag, 26. März 2013
Internationaler Denkmalschutzpreis fürs "Taute Heim"
Der von der Europäischen Union
vergebene "European Union Prize for Cultural Heritage/Europa Nostra
Award" ist der mit Abstand wichtigste Preis für die Bewahrung und
Förderung von Bau- und Kulturdenkmälern in Europa. Ganze Altstädte,
Kathedralen, Schlösser und Museen werden hier in der Regel geehrt. Das
Verfahren ist aufwändig und glamourös. Die feierliche Preisverleihung erfolgt
am 16. Juni am Fuße der Akropolis in
Athen durch Placido Domingo, den Präsidenten der Organisation. Einer der diesjährigen Preise
geht an ein verhältnismäßig kleines, dafür aber besonders engagiertes Projekt
aus Berlin: Das von den privaten Bauherren, Landschaftsarchitektin Katrin
Lesser und Grafik-Designer Ben Buschfeld, ins Leben gerufene Ferienhaus
Tautes Heim in Neukölln-Britz. Hier können Besucher den Geist und
die kulturelle Aufbruchstimmung der Zwanziger Jahre nicht nur hautnah erleben,
sondern sogar selbst bewohnen. Das farbenfroh restaurierte Haus ist Teil der Hufeisensiedlung, eines Denkmalensembles, das 2008 zum UNESCO-Welterbe ernannt
wurde und weltweit als herausragendes Beispiel des modernen städtischen
Wohnungsbaus gilt. Mit der Auszeichnung in der
Kategorie Konservation tritt das mit viel Liebe zum Detail im Stile der 1930er
Jahre möblierte, bescheidene 65qm messende Reihen-Endhaus in wahrhaft große
Fußstapfen: Die beiden letzten Berliner Preisträger waren die Villa des Malers
Max Liebermann im noblen Stadtteil Wannsee (2008) und das vom britischen
Star-Architekten David Chipperfield umgebaute "Neue Museum" auf der
Museumsinsel (2010). Lesen Sie hier den Bericht von Elke Linda Buchholz, die im Tauten Heim zur Probe gewohnt und für den Tagesspiegel darüber berichtet hat.
Sonntag, 10. Februar 2013
Baden in Blau - Eine Nacht im "Tauten Heim" in der Hufeisensiedlung Britz
Von Elke Linda Buchholz - Beim Aufwachen fällt der Blick auf die blauen Wände des Schlafzimmers.
Was für ein Blau! Der Kalender auf dem Schreibtisch zeigt den 21. Januar. Das
Datum stimmt. Nur die Jahreszahl irritiert: 1931. Wie es damals wohl hier war,
als die Erstmieter ihr neues Domizil bezogen? Einfache Leute werden es gewesen
sein, kleine Angestellte oder Beamten, vielleicht mit Kindern. Ob ihnen das
Blau im Schlafzimmer gefiel? Intensiv, fast leuchtend ist es einfach da.
Überhaupt nicht kühl, eher zärtlich. Eine Farbe voller Anmut, Klarheit und
Eigensinn. So wie das ganze kleine Haus, das vom flachen Pultdach bis zur
Originaltürklinke denkmalgerecht wiederhergestellt in der Britzer
Hufeisensiedlung auf Feriengäste wartet. Wer sich hier einquartiert, findet
sich unversehens auf einer Reise in die späten Zwanziger und frühen Dreißiger
Jahre: in die Ära des Architekten Bruno Taut, der mit seinen Berliner Reformsiedlungen
für Kleinverdiener tausende von Wohneinheiten entwarf. Heute stehen sie auf der
UNESCO-Welterbeliste.
Donnerstag, 27. Dezember 2012
Bunter, umfangreicher, aktueller: Die 4. Auflage des Standardwerks DIE ZWANZIGER JAHRE IN BERLIN
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| Neu geschrieben, neu gestaltet: Doppelseite über die Weiße Stadt im Weltkulturerbe-Guide |
Die 4. Auflage des Standardwerks und Wegweisers durch die Stadt ist seit Anfang November lieferbar! Die Autoren Michael Bienert und Elke Linda Buchholz haben nicht bloß aktualisiert, sondern kräftig an- und umgebaut: Die UNESCO-Welterbesiedlungen stellen sie ausführlich in einem ganz neuen Kapitel vor, neben anderen Baudenkmalen, die wieder in der ursprünglichen Farbigkeit erstrahlen. Das Buch hat zahlreiche neue Abbildungen bekommen, davon allein 60 in Farbe! Weitere Infos
Michael Bienert / Elke Linda Buchholz
DIE ZWANZIGER JAHRE IN BERLIN
Ein Wegweiser durch die Stadt
304 Seiten, 250 Abbildungen, 12,5 x 20,5 cm, Broschur
6. erweiterte und aktualisierte Auflage,
Berlin Story Verlag 2015,
Preis 19,95 €
Freitag, 23. November 2012
Buchvorstellung und Hausbesichtigung in der Hufeisensiedlung am Sonntag, dem 25. Dezember 2012, um 11 Uhr
Wann? 25. November 2012 um 11 Uhr
Wo? Info-Station mit Café und Ausstellung in der Hufeisensiedlung, Fritz-Reuter-Allee 44, 12359 Berlin (Nähe U Parchimer Allee).
Was kostet es? Der Eintritt ist frei.
Eintauchen ins Lebensgefühl der "Goldenen Zwanziger" – das kann man in der 1925 bis 1930 von Bruno Taut geplanten Hufeisensiedlung, die heute zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Im Kopfbau des 350 Meter langen Gebäudezugs, der der Großsiedlung ihren Namen gab, betreibt seit Kurzem der Verein der "Freunde und Förderer der Hufeisensiedlung" ein Café mit angeschlossener Ausstellung. Dort präsentieren Elke Linda Buchholz und Michael Bienert die erweiterte Neuauflage ihres Buches "Die Zwanziger Jahre in Berlin". Der aktualisierte Wegweiser zu Brennpunkten der politischen und Kulturgeschichte Berlins stellt die Siedlungen der Zwanziger Jahre ausführlich vor, darunter die Hufeisensiedlung – und als Geheimtipp das “Taute Heim”. In dem liebevoll denkmalgerecht wieder hergestellten und komplett im Stile der 1930er Jahre möbliertem Ferienhaus können architekturbegeistere Berlin-Besucher eine kleine Zeitreise unternehmen. Sie erleben die Qualität der viel gepriesenen Innenraumfarben und durchdachten Grundrisse Bruno Tauts. Ab drei Übernachtungen können Architektur- und Designliebhaber das kleine Haus mit Garten und Terrasse mieten. Nach großem Andrang am “Tag des Offenen Denkmals” und viel Lob von Experten und Fachmedien laden die beiden privaten Besitzer, die Landschaftsarchitektin Katrin-Lesser und der Grafik-Designer Ben Buschfeld im Anschluss an die Buchpräsentation zu einer Besichtigung ein. Im Café der Info-Station gibt es Kaffee mit selbstgebackenen Kuchen, eine von Ben Buschfeld gestaltete Ausstellung erzählt die Geschichte der Hufeisensiedlung.
Veranstalter: „Tautes Heim“ und „Berlin Story Verlag“ in Kooperation mit Ticket B und dem „Freunde und Förderer der Hufeisensiedlung Berlin-Britz e.V.“
www.tautes-heim.de
www.hufeisensiedlung.info
www.berlinstory-verlag.de
Wo? Info-Station mit Café und Ausstellung in der Hufeisensiedlung, Fritz-Reuter-Allee 44, 12359 Berlin (Nähe U Parchimer Allee).
Was kostet es? Der Eintritt ist frei.
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| Bett für Feriengäste in der Hufeisensiedlung. Foto: Ben Buschfeld |
Veranstalter: „Tautes Heim“ und „Berlin Story Verlag“ in Kooperation mit Ticket B und dem „Freunde und Förderer der Hufeisensiedlung Berlin-Britz e.V.“
www.tautes-heim.de
www.hufeisensiedlung.info
www.berlinstory-verlag.de
Donnerstag, 11. Oktober 2012
Hufeisensiedlung und Tautes Heim: Neue Fernsehbeiträge
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| Katrin Lesser und Ben Buschfeld |
Am 25. November 2012 kann das "Taute Heim" besichtigt werden, im Anschluss an die Vorstellung der Neuauflage des Buches "Die Zwanziger Jahre in" Berlin
Mehr Infos
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| Fotos: Ben Buschfeld / Tautes Heim |
Montag, 27. August 2012
Großlabor des Wohnungsbaus
Manche Berliner Siedlungen der
Weimarer Republik sind seit 2008 Weltkulturerbe, andere nicht – aber trotzdem
sehenswert. Ein Streifzug von Michael Bienert, erschienen am 25. August 2012 im Feuilleton der Stuttgarter Zeitung:
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| Wohnhauseingang in der Gartenstadt Atlantic, Heidebrinker Straße 8. Foto: Bienert |
Hat man dieses Wohnhaus bei der
Sanierung vergessen? Im Vorbeigehen wirkt es so. Das Haus Heidebrinker Straße
15 in der sanierten Gartenstadt Atlantic trägt noch den Originalputz aus den
legendären Zwanziger Jahren. Er ist nachgedunkelt, aber wenn die Sonne darauf
scheint, dann beginnen feine Körnchen darin plötzlich zu schillern und zu
blinkern. Die Fassade lebt! Dann bemerkt man weitere feine Details, die an den
Nachbarhäusern verloren gegangen sind: die Kasten-Doppelfenster und ihre expressionistischen
Einfassungen lassen die ungedämmte Außenwand viel plastischer wirken. Die
Rollläden sind aus Holz, nicht aus Kunststoff. Es fehlt die dicke
Wärmedämmschicht unter dem Putz.
Wenigstens ein Haus der Gartenstadt
Atlantic am S-Bahnhof Gesundbrunnen schaut noch genauso aus, wie der
deutsch-jüdische Architekt Rudolf Fränkel es entworfen hatte – dank einer
Finanzspritze von 200.000 Euro von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. An den übrigen rund 50 Häusern
der Siedlung hat der private Eigentümer das Erscheinungsbild nur vergröbert
wiederherstellen lassen, sonst wären die Mieten explodiert. Wichtiger war ihm,
die bunte Bevölkerungsmischung in dem zu Mauerzeiten stark herunter gekommenen
Kiez zu erhalten. Man sieht es mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
Die Gartenstadt Atlantic ist eines
von vielen Wohnquartieren der Weimarer Republik, deren architektonische und
städtebauliche Qualität nach Jahrzehnten der Vernachlässigung in jüngster Zeit
wieder erlebbar geworden ist. Das Berlin der Roaring Twenties war ein Großlabor
des Wohnungsbaus.
Mittwoch, 6. Juni 2012
Infostation in der Hufeisensiedlung eröffnet
In der Hufeisensiedlung - der berühmtesten Berliner Siedlung der 20er Jahre und seit 2008 Weltkulturerbe - ist vor wenigen Tagen ein Infopoint eröffnet worden, mit einer von Ben Buschfeld gestalteten Ausstellung und Cafébetrieb an zwei Tagen in der Woche. Der Infopoint befindet sich im Kopfbau des Hufeisens in einem ehemaligen Blumenladen und ist freitags von 13 bis 17 Uhr und sonntags von 15 bis 19 Uhr geöffnet. Weitere Informationen
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