Montag, 22. Dezember 2025
Die Ausstellung "Das Romanische Café im Berlin der 1920er-Jahre" ist auch 2026 im Europa-Center zu sehen
Die Ausstellung "Das Romanische Café im Berlin der 1920er-Jahre" hat seit Anfang 2024 über 45.000 Besucherinnen und Besucher angezogen - und wird jetzt zum wiederholten Mal verlängert. Auch 2026 wird sie im Berliner Europa-Center zu sehen sein, mangels öffentlicher Förderung ist sie allerdings nur freitags und samstag von 13 bis 18 Uhr geöffnet und wird in dieser Zeit von Ehrenamtlichen betreut. Außerdem gibt es weiterhin Lesungen, Konzerte und Diskussionsveranstaltungen, auch Führungen außerhalb der Öffnungszeiten sind möglich. Für den Unterhalt bleibt das Ausstellungsprojekt auf Spenden angewiesen. Mehr Infos unter: romanisches-cafe.berlin
Mittwoch, 1. Dezember 2021
Audiowalk durch Alfred Döblins Osten
Montag, 31. Mai 2021
Das Schloss der Republik
Christian Walther: Des Kaisers Nachmieter, Verlag für Berlin-Brandenburg, Berlin 2021, 184 Seiten, 151 Abbildungen ISBN: 978-3-947215-28-7, 25 €
Donnerstag, 1. April 2021
Spolien der Kaiserzeit auf dem TU-Gelände. Entdeckungsreise mit einem Buch von Dorothea Zöbl
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| Borsigs Arkaden auf dem TU-Gelände |
Entdeckt habe ich die Spolien durch einen Zufall: In der Senatsbibliothek fiel mein Blick auf eine Neuerwerbung, Dorothea Zöbls „Der vergessene Garten der TU Berlin“ (Gebrüder Mann Verlag, 2019, 140 Seiten, 29,90 Euro). Ein wunderbar gelungener, hervorragend illustrierter Stadtteilführer, der die Augen für die historischen Schichtungen öffnet im Dreieck zwischen Ernst-Reuter-Platz, Straße des 17. Juni, Fasanen- und Hardenbergstraße. Bis in die 1950er-Jahre durchschnitt dieses Gelände die Kurfürstenallee, inzwischen zur Flanierstrecke umgewandelt, mit reizvollen Einblicken in die Bildhauerateliers der Universität der Künste und die kleine Fabrikstadt, die seit der Kaiserzeit die ehemalige Technische Hochschule mit Wärme und Strom versorgte. Zur Zeit ist man da fast ganz alleine, denn die TU-Institute sind wegen Corona für den Publikumsverkehr geschlossen. Der Campus aber ist weiterhin für Spaziergängerinnen und Spaziergänger zugänglich.
Zöbls Buch ruft auch politische Geschichte in Erinnerung, etwa die Sitzungen des Deutschen Bundestages, der in den 1950er-Jahren im neusachlichen Physikgebäude tagte. Dort am Eingang erinnert immerhin eine Tafel an Ernst Ruska, nach dem der Bau heute benannt ist: Ruska erfand um 1934 Elektronenmikroskop und erhielt 1986 den Physiknobelpreis. Überhaupt wundert man sich, wie wenig Information zur Geschichte auf dem Campus zu finden ist. Dorothea Zöbls Buch geht von den Spolien aus und befragt diese Fundstücke detektivisch nach den komplexen historischen Zusammenhängen, in denen sie standen. Es ist ein großes berlinologisches Vergnügen, ihrer Recherche zu folgen.
Montag, 29. März 2021
Bülowstraße 90 - ein neues Video und eine Dokumentation zu einem Haus mit bewegter Geschichte
Eine ausführliche Dokumentation zur Geschichte des Hauses steht hier kostenlos zum Download bereit:
Mittwoch, 10. März 2021
Georg-Kolbe-Museum wieder geöffnet
Die Ausstellung „Moderne und Refugium“ portraitiert Kolbes Sensburg im Spiegel ihrer reichen Geschichte. Von ersten Entwurfszeichnungen über die Bauphase bis hin zur privaten und schließlich öffentlichen Nutzung versammelt sie eine Vielzahl mitunter ungesehener Zeitdokumente, die den Künstler als einflussreichen und kreativen Bauherrn und zugleich in seinem privatesten Nukleus zeigen. Umgeben von Familie, Freundinnen und Freunden, sowie seinen Hunden und Katzen wird Kolbe als Mensch mit Facetten sichtbar, die bislang unter der öffentlichen Rolle und ihren Zuschreibungen verborgen blieben. Ein wesentlicher Teil der gezeigten Materialien entstammt dem Nachlass seiner Enkelin, der erstc 2020 nach Berlin kam und aktuell im Museum erschlossen wird. Die Ausstellung zur Geschichte des Hauses ist nur noch bis 11. April zu sehen!
Weitere Infos und Anmeldung: www.georg-kolbe-museum.de
Dienstag, 9. März 2021
Ein Erinnerungsort für das Romanische Café
Ein informativer Artikel über das Vorhaben, einen Erinnerungsort für das Romanische Café und den Kurfürstendamm als Künstlerinnen- und Intellektuellen der Moderne zu schaffen. Wir sind beratend tätig und haben das schöne Foto vom Romanischen Haus - heute steht dort das Europa-Center - aus unserem Archiv zur Verfügung gestellt.
Montag, 6. Juli 2020
John Heartfields Berlin - ein Streifzug
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| John-Heartfield-Ausstellung in der Akademie der Künste |
Das Adressbuch „Künstlerspuren“ von Detlef Lorenz nennt als Ort der Beinahe-Verhaftung das Haus Bleibtreustraße 7, am S-Bahnhof Savignyplatz gleich neben der Stadtbahn. Die alten Berliner Adressbücher verzeichnen keinen Heartfield oder Herzfeld, wie er bürgerlich hieß, nur den Bruder und Malik-Verleger Wieland Herzfelde, der am Kurfürstendamm 76 wohnte. In der Bleibtreustraße 7 gab es mehrere Künstlerateliers und einen Friseur – das alles passt schon.
Heute erinnern fünf Stolpersteine vor dem Haus an die Familie des Diamantenhändlers Abraham Wysniak, dessen Frau Dvora und Tochter Asta im Warschauer Ghetto starben. An der Bleibtreustraße 15 hängen Gedenktafeln für den 1933 vertriebenen Kunsthändler Alfred Flechtheim und die Schauspielerin Tilla Durieux. Und an der Nummer 10/11 gibt es den Hinweis auf die „alte Wunde, unvernarbt“ Mascha Kalékos, die 1974 in ihrem Gedicht „Bleibtreu heißt die Straße“ schrieb: „Hier war mein Glück zu Hause. Und meine Not. / Hier kam mein Kind zur Welt. / Und mußte fort. / Hier besuchten mich meine Freunde / Und die Gestapo.“ Eine Gedenktafel für John Heartfield würde die Betextung der Bleibtreustraße gut ergänzen. Weiterlesen
Montag, 22. Juni 2020
Kunst in Tucholskys Geburtshaus
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| Marco P. Schaefer im Projektraum KURT KURT, 2020 |
Von Michael Bienert Dass in diesem Teil Moabits niemals reiche Leute wohnten, verrät die baumlosen Lübecker Straße sofort. Schnurgerade haben Spekulanten der Kaiserzeit sie mit Mietskasernen bepflanzt. Was im Krieg kaputt ging, wurde mit Mietsblocks wieder aufgefüllt. In dieser sehr typischen Berliner Straße wurde Tucholsky 1890 geboren. Würde er heute dem Volk aufs Maul schauen, würde er hier viele Fremdsprachen hören. Lübecker Straße 13 in Moabit: Tucholskys Geburtshaus steht noch und trägt eine schlichte Gedenktafel, die schon mal gestohlen wurde und deshalb besonders fest in der Wand verankert ist. Es gibt ja nicht viele Geburtshäuser populärer und kluger Schriftsteller in Berlin. Trotzdem hat es die Kulturverwaltung nie geschafft, hier einen informativen Anlaufpunkt für die vielen Tucholsky-Fans zu etablieren. Die Lübecker Straße dokumentiert nicht nur materielle, sondern auch geistige Armut. Zuende lesen auf www.text-der-stadt.de
Dienstag, 30. Oktober 2018
Wo bitte geht es hier zur Revolution? Zwei Neuerscheinungen zu Berliner Schauplätzen des Winters 1918/19
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| Revolutionäre vor dem Brandenburger Tor, 1918 |
Berühmt wurde es durch die Rede, die Kaiser Wilhelm II. am 31. Juli 1914 dort zum Kriegsausbruch an "sein" Volk richtete. Karl Liebknechts Ausrufung der Republik am Nachmittag des 9. November fand vor dem Schloss statt, wahrscheinlich von einem Autodach aus, über die exakte Stelle gibt es widersprüchliche Angaben. Am Abend des 9. November 1918 wählte der "Staatsfeind Nr. 1" ein erleuchtetes Fenster am Schlossportal IV, um erneut zur Menge zu sprechen: Nie wieder werde ein Hohenzoller diesen Platz betreten. Abermals proklamierte Liebknecht die freie sozialistische Republik.
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| Schlossportal IV am Staatsratsgebäude, 2017 |
Wer lieber mit einem gedruckten Stadtführer durch das revolutionäre Berlin flaniert als mit dem Smartphone, kann dies ebenfalls mit einer aktuellen Buchpublikation tun: Entlang von rund 40 Orten zeichnet Ingo Juchlers Band 1918/1919 in Berlin die Ereignisse des Revolutionswinters nach. Ausgangspunkt ist auch hier das Berliner Schloss, Endpunkt die ehemalige Aula der Universität am Bebelplatz 2, wo die Nationalversammlung am 12. Mai 1919 zu einer Sondersitzung über den Versailler Friedensvertrag zusammentrat. Auf gut hundert Seiten bietet der handliche Band einen kompakten und zuverlässigen Überblick über Berliner Revolutionsorte und -ereignisse.
Dominik Jahnke, Judith Prokasky, Martin Sabrow
Mythos der Revolution. Karl Liebknecht,
das Berliner Schloss und der 9. November 1918
Carl Hanser Verlag, München 2018,
144 Seiten, 15 €
Ingo Juchler
1918/19 in Berlin
Schauplätze der Revolution
Be.bra Verlag, München 2018
128 Seiten, 16,– €
Veranstaltungshinweis:
Mythos der Revolution Buchpräsentation und szenische Leseperformance
am 4. November 2018 am Sonntag, 4. November 2018, 11 bis 13 Uhr, Einlass ab 10:15
Ort: ESMT Berlin, Tower View, Schlossplatz 1, 10178 Berlin
Anmeldung bis 31.10. 2018 unter events.humboldtforum.com
Eintritt frei
Buchpräsentation mit Dominik Juhnke, Judith Prokasky, Martin Sabrow und Irmgard Zündorf (Moderation), Szenische Leseperformance mit Clemens Bechtel (Dramaturgie Umsetzung), Andrea Rieder (Konzept und Umsetzung), Thomas Bading, Franziska Hering-Jansen, Michel Diercks (SchauspielerInnen).
Mittwoch, 18. April 2018
Berlinführer in neuen Auflagen
Sonntag, 9. Juli 2017
Ein Streifzug durch die Ateliers von Käthe Kollwitz
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| Das verschwundene Atelierhaus in Tiergarten, Siegmunds Hof 11, auf einer Postkarte. |
Mittwoch, 11. Mai 2016
Gedenktafel am Wohnhaus von Elisabeth Bergner - Enthüllung am 12. Mai 2016
| Elisabeth Bergner 1935 Quelle: Wikimedia |
Laudator ist der Theaterhistoriker, Dramaturg und Publizist Klaus Völker. Die Schauspielerin Renate Weyl liest Texte von Elisabeth Bergner. Elisabeth Bergner (22.08.1897 - 12.05.1986) war eine der bedeutendsten deutsch-sprachigen Schauspielerinnen und feierte Erfolge im Theater und im Film.
In dem Haus im Faradayweg 15 wohnte sie bis 1933. Als Jüdin musste sie 1933 nach London emigrieren. 1942 erfolgte die Übersiedlung nach New York.
Nach dem Ende des Krieges kehrte sie 1950 nach England und 1954 nach Deutschland zurück, wo sie als Theater- und Filmschauspielerin erfolgreich wirkte. Ihr Regiedebüt gab sie 1970, drei Jahre später zog sie sich ins Privatleben zurück.
Mittwoch, 27. April 2016
Ausgemusterte Denkmäler in der Zitadelle Spandau
Einen Beitrag über die neue Präsentation von politischen Denkmälern, die später wieder aus dem Verkehr gezogen wurden, lesen Sie hier.
Weitere Infos zur Ausstellung unter www.enthuellt-berlin.de
Mittwoch, 6. Januar 2016
Museumswohnung in der Reichsforschungssiedlung Haselhorst - Öffnungszeiten 2016
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| Die Wohnküche in der Museumwohnung Fotp: Sabine Dobre/Gewobag |
31.01.2016 / 28.02.2016 / 27.03.2016 / 24.04.2016 / 29.05.2016
26.06.2016 / 28.08.2016 / 25.09.2016 / 30.10.2016 / 27.11.2016
Der Eintritt ist frei.
Gruppenanfragen bitte an die Gewobag/Tatjana Hoth, Fon: 030 4708-1526, E-Mail: t.hoth@gewobag.de. Weitere Informationen
Donnerstag, 5. November 2015
Die Lichtbildbühne in der Friedrichstraße 225
Donnerstag, 9. April 2015
Hauser & Tiger - Literaturreihe in memoriam Kurt Tucholsky in Moabit
Die Literaturreihe Hauser & Tiger versteht sich als Entdeckungsreise mit Wohnzimmeratmosphäre. Sie setzt auf Bar statt Literaturhaus und Austausch statt stummer Zuhörerschaft. Hauser & Tiger will Gelegenheit bieten, Menschen aus dem Kiez zu treffen, gemeinsam neue Literatur zu erleben und sich über kreative Prozesse in Moabit auszutauschen. Bereits im Titel der Veranstaltungsreihe steckt eine Hommage an die literarische Tradition des Stadtteils. Sie erinnert an den in Moabit geborenen Schriftsteller und Pazifisten Kurt Tucholsky und seine Pseudonyme Kaspar Hauser und Theobald Tiger. (Quelle: Pressemitteilung der Veranstalter)
Hauser & Tiger
Donnerstag, 16. April 2015
Einlass und Suppe: 19.30 Uhr
Beginn der Lesung: 20.30 Uhr
Kallasch& Moabiter Barprojekt, Unionstraße 2, 10551 Berlin
Eintritt frei
Weitere Informationen finden Sie unter www.facebook.com/hauserundtiger oder www.hauserundtiger.de
Montag, 6. Oktober 2014
Eine neue Gedenktafel für Paul Hertz
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| Paul Hertz, sein Enkel Henry Berg und Grundschulkinder in der Paul Hertz-Siedlung. Foto: Tina Merkau/Gewobag |
Henry Berg ist ein amerikanischer Architekt und Enkel des sozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten Paul Hertz, der von den Nazis ins Exil getrieben wurde, aber schon bald nach dem Zweiten Weltkrieg nach West-Berlin zurückkehrte, um den Wiederaufbau Berlins als Finanzsenator zu unterstützen. In der nach ihm benannten Paul-Hertz-Siedlung in Charlottenburg hat Mr. Berg heute eine neue Gedenktafel für seinen Großvater eingeweiht. Der Sozialdemokrat, Finanz- und Wirtschaftsfachmann Paul Hertz war seit 1920 Reichstagsabgeordneter und stimmte 1933 mit seiner Fraktion gegen Hitlers Ermächtigungsgesetz.
Montag, 10. Februar 2014
Kracauers Freunde
Der WDR strahlte ein Zeitzeichen zum Geburtstag aus, hier ist es nachzuhören.
Mittwoch, 13. Februar 2013
Stadterkundungen zur Bücherverbrennung 1933 - jetzt zum Selbermachen
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| Die unterirdische "Bibliothek" von Micha Ullman am Bebelplatz markiert den Schauplatz der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 |
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