Dienstag, 5. Juni 2012

Spaziergang durch die Reichsforschungssiedlung Haselhorst

Hier finden Sie Infos zum nächsten Rundgangstermin am 8. September 2013

An der Planung der ehemaligen „Reichsforschungssiedlung“ in Spandau-Haselhorst war Bauhausgründer Walter Gropius beteiligt, zwischen 1930 und 1934 wurde das größte Wohnungsbauprojekt der Weimarer Republik nach Plänen von acht namhaften Architekten gebaut. Seit 2003 saniert und modernisiert die GEWOBAG das denkmalgeschützte Stadtquartier. Am 10. Juni 2012 lädt das Unternehmen alle Interessierten – vom Mieter bis zum Medienvertreter – zu einem Kiezrundgang ein.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Für den Kiezrundgang ist eine Anmeldung erforderlich. Die GEWOBAG bittet um eine E-Mail an: a.zauritz@gewobag.de


Weiteres aus der Pressemitteilung der GEWOBAG

Wohnungen mit hoher Lebensqualität
Die „Reichsforschungssiedlung“ verdankt ihren Namen der Reichsforschungsgesellschaft für Wirtschaftlichkeit im Bau- und Wohnungswesen, die im Jahr 1928 die Bebauung des Areals um den Haselhorster Damm in einem städtebaulichen Wettbewerb auslobte. Es sollten Möglichkeiten gefunden werden, preiswerten Wohnraum mit möglichst hoher Lebensqualität zu schaffen. An dieser Prämisse richteten die Architekten Walter Gropius und Stefan Fischer ihren Entwurf aus. Mit dem modernen Zeilenbaukonzept des Architektenduos gewann die Gemeinnützige Heimstätten AG Groß-Berlin (das ehemalige HEIMAG, später GEWOBAG) die Ausschreibung. Zwischen 1930 und 1934 wurde das Bauprojekt in acht Bauabschnitten umgesetzt, allerdings in einer abgeänderten Version des ursprünglichen Entwurfs. Die daraus gewonnenen Ergebnisse schrieben Architekturgeschichte. Wenig überraschend stellte man die Siedlung 1995 wegen ihrer städtebaulichen und wissenschaftlichen Bedeutung unter Denkmalschutz.

Energieffizienz und Klimaschutz optimiert
Auch heute wünschen sich Mieter modernes Wohnen zu angemessenen Preisen. Allerdings haben sich die Erfordernisse moderner Energieeffizienz in den vergangenen 80 Jahren grundlegend verädert. Die GEWOBAG wird diesem Wandel gerecht und macht die rund 2.750 Wohnungen umfassende Siedlung
seit fast zehn Jahren im Rahmen umfangreicher Sanierungsarbeiten fit für die Zukunft. Aktuell befindet sich das Projekt im sechsten und letzten Bauabschnitt. Im kommenden Jahr will die GEWOBAG die Modernisierung abschließen. Um den Wohnkomfort zu erhöhen und die Basis für zukünftige Betriebskostensenkungen auszubauen, investiert die GEWOBAG im Zuge der zehnjährigen Sanierungszeit insgesamt 140 Millionen Euro. Im Fokus stehen dabei die Aspekte Klimaschutz und Energieeinsparung. Die Heizwerte werden unter anderem durch die zusätzliche Dachdämmung und die Anbringung einer Wärmedämmung im Dach und an der Fassade gesenkt. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Fenstererneuerungen, denn hier geht in unsanierten Wohnungen viel Wärme verloren. Die Neuerungen machen eine Senkung des Jahresheizwärmebedarfs bis 40 Prozent realistisch. Im Zuge der Sanierung stellt die GEWOBAG außerdem die großzügigen Grünflächen wieder her.

Sanierung im Einklang mit dem Denkmalschutz
Während der Sanierung arbeitet die GEWOBAG eng mit der Denkmalschutzbehörde zusammen. Gemeinsam wurde ein umfangreicher Denkmalpflegeplan erarbeitet, um Baustil und Charme der 1930er Jahre zu erhalten. Im Rahmen des Plans erneuert das Unternehmen Architekturdetails wie Hausnummernleuchten, Türknäufe und die Farbgestaltungen der Treppenhäuser originalgetreu. Außerdem werden die Hauseingänge nach historischem Vorbild mit Liebe zum Detail rekonstruiert. Einsatz zeigt die GEWOBAG auch bei Fenstern und Balkontüren: Sie lässt die Kastendoppelfenster nach heutigem Standard mit einem neu entwickeltem Lüftungssystem in den Zwischenräumen der Fenster und innenliegendem Isolierglas in der ursprünglichen Fassadenansicht modernisieren.

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